Rapfen an der Waal

Ein Beitrag von Rudy van Duijnhoven

Das Wasser in der Waal – die Abtrennung des Rheins, kurz nach der niederländischen Grenze – ist noch sehr niedrig, aber die Rapfen jagen schon aktiv auf Brutfische.  An einer Stelle mit schneller Strömung, probierte ich heute Nachmittag einige Streamer. Der erste Wurf ergab direkt einen Schlag auf die Fliege, ein hoffnungsvoller Beginn. Da das Ufer hinter mir sehr hoch war, benutzte ich eine 9’6″ lange Rute für eine 6er Schnur.  Am Ende der AIRFLO Ridge Clear Floating Schnur, knüpfte ich ein 9 Fuß langes Vorfach und eine Spitze aus AIRFLO 3X Fluorocarbon. In dem Moment wo ich ziemlich statisch eine Christiaans Tuna Fly fischte (ein Muster mit einem Schwanz aus Arctic Fox und ein Körper bedeckt mit Epoxy), wurde diese voll attackiert. Ich konnte den Fisch direkt mit der Rolle drillen, und bekam somit keine Probleme mit eventuelle lose Schnur. Der schwere Fisch nutzte die Strömung voll aus, aber eine tief durchgebogene Fliegenrute, wusste sie letztenendes Richtung Kescher zu dirigieren. Das Maßband zeigte 82cm an, ein schöner Fang! Schnell ein Paar Bilder und schon verschwand der Rapfen wieder in die Tiefe. Nach diesem Fanf war es kurz ruhig, aber es dauerte nicht lange, bevor links und recht wieder Fische anfingen zu jagen. Wilde Turbulenzen, große Schwänze die durch die Gewässerfläche brechen… ich bringe meine Fliegenschnur schon wieder auf Länge!

82cm Kampfmaschine... ein toller Rapfen! - Bild: Rudy van Duijnhoven

Ein Morgen an „De Kool“

Heute Morgen um 8 Uhr traf ich Robert und Huib um einen Morgen an dem Forellensee „De Kool“ zu fischen. Diese Anlage, unweit von Doetinchem und nur 20 Km hinter der niederländischen Grenze, hat einen speziellen See nur für Fliegenfischer.

Nach einer Fahrt von 45 Minuten, wurden wir vom Betreiber freundlich begrüßt und beim Genuss einer Tasse Kaffee, gab er uns den Tipp erstmal an den untiefen Stellen mit einer Käferimitation anzufangen. Der See ist sehr variationsreich und hat Stellen wo es gerade mal 50 Zentimeter tief ist, aber an der tiefsten Stelle sind es 7 Meter. Nachdem wir unser Gerät aufgebaut hatten, kramte ich aus meiner Dose ein Ameisenmuster mit einem Polycelonrücken. Die Angelweise ist dabei relativ einfach. Wurf machen und die Schnur einfach mit dem Wind über die Oberfläche treiben lassen.

Wir konnten gut sehen wie die Fische sich in den oberen Wasserschichten bewegten und auch Nahrung zu sich nahmen. Nach gut einer Viertelstunde nahm eine große Forelle meine Ameise. Direkt nahm sie 10 Meter Fliegenschnur und dann war es auch schon vorbei. Fliege weg, Spitze weg. Na, das kann ja was werden…

Danach wurde es ruhig. Huib hatte inzwischen auf Sinkschnur Di8 gewechselt und versuchte mit einer Clouser Minnow an den tieferen Stellen die Forellen zum Anbiß zu verführen. Er war als erster erfolgreich und konnte eine schöne Forelle landen.

Diese Forelle konnte die Clouser Minnow nicht widerstehen.
Diese Forelle konnte die Clouser Minnow nicht widerstehen.

Ich hatte mittlerweile einen Buzzer angeknüpft, aber die Anbisse blieben aus. Irgendwann konnte ich Aktivität von Insekten wahrnehmen, die auch von der Oberfläche genommen wurden. Huib schlug vor eine F-Fly zu nehmen, aber ich hatte eine bessere Idee. In meiner Dose fand ich ein CDC Emerger, die mir Vater für meine Reise zur Traun (Bericht folgt) gebunden hatte. Körper eine braune Polish Quill, eine CDC Feder und ein wenig rostbraunes Dubbing als Thorax. Beim dritten Wurf der erste Anbiss und eine schöne Forelle fand den Weg in meinem Kescher.

Schön Trocken
Schön Trocken

Es folgten noch weitere Takes und leider verlor ich noch 2 Fische. Auch Huib spürte noch einige „Zupfer“, konnte aber leider keinen Fisch mehr landen. Robert blieb heute leider Schneider, aber nicht jeder Angeltag ist auch ein Fangtag.

Nach 3,5 Stunden zogen die ersten dunklen Wolken auf und wir entschieden uns es für den heutigen Tag dabei zu belassen. In 2 Wochen wird der Teich leergefischt weil es im Sommer erhebliche Probleme mit dem Eisengehalt im Wasser gibt und es in den letzten beiden Jahren (leider) zu Fischsterben gekommen ist. Wenn die Zeit es erlaubt, werden wir also in den nächsten Wochen noch mal hinfahren.

Weitere Informationen unter www.de-kool.nl

Die Fliege des Tages: CDC Emerger

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