Fliegenfischen auf Rotaugen im Hafen

Vielversprechendes Angeln im Hafen
Vielversprechendes Angeln im Hafen

Wenn das Wasser vom IJsselmeer im November und Dezember abkühlt, ziehen große Rotaugenschwärme in das tiefere und etwas wärmere Wasser der Häfen, die entlang des größten niederländischen Süßwassersees gelegen sind.  So lange sie nicht von Berufsfischern weg gefangen werden, kann man hier mit leichtem Gerät eine sehr schöne Fischerei erleben.

Text und Bilder Rudy van Duijnhoven

Leider sind viele Häfen auf Grund von Problemen mit Sportanglern für die Fischerei geschlossen worden. Die Jerkbaits mit ihren großen Drillingen sind der Grund für viele Schäden an Deckseilen der Boote, wenn sie halt auf den Booten landen, statt im Wasser. Das viele Angler anschließend auf die Bootsdecks klettern um ihre Köder wieder zu befreien, wurde auch nicht gerne gesehen und von den Haken in den Schiffsseilen wollen wir erst mal gar nicht sprechen.

Aber Gott sei Dank gibt es noch Häfen wo man seinem Hobby frönen kann. Zum Beispiel in Elburg, wo man eine sehr schöne Fischerei erleben kann, wie ich es kurz vor dem Jahreswechsel mit Leon Godijk erleben durfte. Im örtlichen VVV-Büro (Tourismusamt) holten wir uns für 4 Euro eine Tageskarte und nach einer Tasse Kaffee in einem örtlichen Restaurant, machten wir uns auf den Weg zum Hafen.

Bei Ankunft im Hafen,sahen wir die Stippangler, die sich schon im Hafen installiert hatten, einen nach dem anderen Fisch (Rotauge und Barsch) landen. Das sieht vielversprechend aus. Die leichten 3er Ruten werden mit Schwimmschnüren versehen, wo wir am Ende ein 3 bis 4 Meter langes Vorfach anknüpfen. Beim Anknüpfen der Spitze bauen wir direkt eine Seitenschnur (Dropper) mit ein, damit wir mit 2 kleinen Nymphen fischen können.

Die meist verwendeten Fliegen sind kleine Goldkopfnymphen in den Größen 14 und 16, aber auch andere Fliegen bringen den gewünschten Erfolg. Eine 16er Leadhead, nur mit Bleidraht unterm Dubbing, brachte mir die meisten Fische. Rotaugen bis 25 Zentimeter, aber auch viele kleine Barsche. Ein Bissanzeiger, angebracht am oberen Teil des Vorfachs, zeigt die Anbisse klar und deutlich an, aber viele Anbisse spürt man auch schon, bevor man sie sieht.

Mit solchen Rotaugen darf man rechnen, auch mit größeren Exemplaren...
Mit solchen Rotaugen darf man rechnen, auch mit größeren Exemplaren...

Weil ein auffrischender Wind vom IJsselmeer wehte, suchten wir uns einige Stellen aus wo wir gut geschützt werfen konnten. Unsere Nymphen präsentierten wir auf relativ kurze Distanz und ließen diese auf die richtige Tiefe absinken. Sehr ruhig eingeholt, bekamen wir bei vielen Würfen ganz klare Anbisse. Die neun bis zehn Fuß langen Ruten bogen sich graziös beim Versuch, die gehakten Fische von Pfählen und Booten fern zu halten. Eine tolle Winterfischerei, die in den kommenden Monaten nur noch besser werden kann. Wird es erst mal richtig kalt, ziehen noch mehr Rotaugen in die Häfen. Und diese werden in der Regel auch noch verfolgt von großen Hechten…

Im Winter die Heimat von Rotaugen und Barsche.
Im Winter die Heimat von Rotaugen und Barsche.

Elburg liegt nicht weit von Zwolle und Kampen entfernt, unweit der Autobahn A28 und ist vom Münsterland und vom Niederrhein in maximal 2 Stunden zu erreichen.
Wenn Sie hier angeln möchten, müssen Sie in Besitz eines VisPAS sein (www.vispas.nl).

An leichtem Gerät kommt Freude auf.
An leichtem Gerät kommt Freude auf.

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