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Maifliegenzeit an der Wiesent 2016

Es hat mittlerweile Tradition: wenn die Maifliegenzeit beginnt, ist Jan Aben Sr. an der Wiesent in der Fränkischen Schweiz zu finden. Jedoch nicht im Mai, wie es die Überschrift vermuten lässt, sondern in der zweiten Juniwoche. Maifliegenpapst Heinz Weiland aus Waischenfeld, der leider im Januar 2016 von uns gegangen ist, sagte immer, dass Fliegenfischer sich den 10. Juni in den Kalender schreiben sollten. Und obwohl der Frühling kalt war und es in diesem Jahr auch viel geregnet hatte, stimmte es auch in diesem Jahr wieder. Das Timing war perfekt und somit war Jans Reise von fast 600 Kilometer nicht umsonst. Eine Woche am Wasser zu sein, wenn der Maifliegenschlupf den Höhepunkt erreicht, ist ein Erlebnis, das echte Liebhaber nicht missen möchten. Aber lassen wir Jan doch selber erzählen…
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Der Ruf der Maifliege

Die meisten regelmäßigen Blogleser wissen es… Jan Sr. ist jedes Jahr in der Maifliegenzeit an der Wiesent in Waischenfeld (in der Fränkischen Schweiz) zu finden. Auch in diesem Jahr waren die Maifliegen wieder rechtzeitig da 😉 und die Forellen und Äschen „labten“ sich an den Proteinbomben.

Eine Auswahl erfolgreicher Maifliegenmuster.
Eine Auswahl erfolgreicher Maifliegenmuster.

An einem der ersten Tagen nahm sich Jan die Zeit, um ein Video eines guten Schlupfes zu machen. Das vermittelt einen guten Eindruck, was dann gerade an der Wiesent passiert und es erklärt auch, warum sich die Forellen gerade dann aktiv zeigen und ihre Bäuche mehr als voll fressen…

Wenn man dann eine gute Imitation einer Maifliege präsentiert, ist die Chance auf einen schönen Fang auf jeden Fall gegeben… 😉

Besonderer Saisonausklang an der Wiesent…

Jürgen mit einer 43er Wiesentäsche
Jürgen mit einer 43er Wiesentäsche

Von Jan Aben Sr.

Als Abschluss der Saison 2013, waren wir um den Monatswechsel noch mal an der Wiesent. Robert von der Hammermühle hatte seine Stammgäste zum traditionellen Äschenfischen um Allerheiligen eingeladen. Die lange Anreise von 550 Kilometer hat sich in diesem Jahr aber für Jan Sen. mehr als gelohnt. Vier Tage fischen an seiner geliebten Wiesent brachten wieder eine besondere Erfahrung. Am ersten Angeltag wurden die normalen Strategien angewendet. Aktivität von Trockenfliegen war kaum noch vorhanden, also war die Wahl einer Nymphe eine naheliegende. Bachflohkrebse und freilebende Köcherfliegen in den Hakengrößen 12 und 14 führten allerdings zu enttäuschenden Ergebnissen. Außerdem waren es Bachforellen, die an den Haken gingen, und das war nun ja mal gar nicht das Ziel dieser Reise. Fehlanzeige aber bei den Äschen, auch nicht, nachdem die Spitze auf 0,12 und sogar 0,10 gewechselt wurde (obwohl Robert das lieber nicht hat).

Am Freitag, dem 2. Tag, gestaltete sich das Wetter etwas offener. Es war also sehr verlockend, es mit der Trockenfliege zu versuchen. Bis ca. 15 Uhr stiegen die Fische auch, aber erneut keine Äschen. Ein guter Grund die Taktik erneut zu ändern und mit Nymphen die Fische zu suchen. Mit den Erfahrungen des ersten Tages im Gepäck, wurde die Entscheidung getroffen dünnere Vorfächer und kleinere Fliegen zu nehmen und diesmal mit Erfolg. Je kleiner, um so besser und… die Anbisse der Äschen kamen. Es wurde aber eine sehr minimale und sehr präzise Fischerei. Die Anbisse der Äschen waren kaum erkennbar und manchmal war einzig ein kurzes Anhalten der Schnur schon Grund genug den Haken zu setzen.

Die favorisierten Mininymphen. Links: Quillnymphe, rechts: JAesche Nymphe.
Die favorisierten Mininymphen. Links: Quillnymphe, rechts: JAesche Nymphe.

Am Samstag wurde die „Minitaktik“ erneut angewendet und zusammen mit Kumpel Jürgen aus Köln, wurde es der erfolgreichste Tag. Zwar ist die Waischenfelder Stadtstrecke nicht unbedingt die beliebteste, konnten wir aber an Mini-Quillnymphen an die 10 schöne Äschen überlisten. Sehr speziell. Am Sonntag verwandelte das regnerische Wetter die Wiesent in einen reißenden Strom und wir konnten leider kaum angeln. Das dunkle Bier der örtlichen Brauerei schmeckte dafür aber mehr als gut…