Einen Tag Guiding an der Rur

Tolle Färbung und sehr gesunder Fisch.
Tolle Färbung und sehr gesunder Fisch.

Ein Gastbeitrag von Robert Wolhorn

Wenn man an fremde Gewässer geht, muss man damit rechnen, dass sich der Erfolg nicht direkt einstellt. Ein Gewässer muss man erst mal kennen lernen. Dieses Jahr sind wir bereits einige Male an die Rur in die Eifel gefahren. Zweifellos erlebten wir hier wunderschöne Tage in bezaubernder Natur, aber der Erfolg ließ ein wenig zu wünschen über. Nun sind wir schon öfters in Eifel und Sauerland unterwegs gewesen und von der Struktur ähneln sich die Gewässer alle sehr. Die Rur aber, ist eine Ausnahme.
Das führte dazu, dass Magnus und ich uns für ein Guiding entschieden. Erstens um unser Fischen mit der Nymphe zu verbessern und zweitens um das Gewässer, unter Begleitung eines Insiders, besser kennen zu lernen.

Wie vereinbart, trafen wir uns mit Alex in Imgenbroich, da im Tal der Rur, wo sich der Streckenabschnitt befindet, kein Mobilfunkempfang besteht. Wir fuhren  gemeinsam ans Wasser, zogen unsere Watsachen an und Alex zeigte uns seine erste Montage für seine Nymphenfischerei. Gleichzeitig lernten wir noch einige Knoten kennen, die uns im Laufe des Tages nützlich sein sollten. Alex führte uns unterhalb der Brücke zum Ende der Strecke. Dort ist ein Streckenbereich der gleichbleibend tief ist und sich als Übungsbereich, für die sog. Dropperfischerei, sehr gut eignet. Alex zeigte uns wie wir bei dieser Angeltechnik vorgehen sollten. Das diese Angeltechnik erfolgreich ist, zeigte sich bei mir nach wenigen Minuten. Nach dem dritten Drift hatte ich bereits eine Forelle an meiner Nymphe. Durch das hohe Führen der Rute und somit auch der Schnur, ist ein schneller Kontakt zur Fliege möglich. Es kam immer wieder zu Anbissen an der Nymphe, aber auch die Trockenfliege wurde einige Male von Forellen attackiert.

Eine typische Rurforelle für Robert.
Eine typische Rurforelle für Robert.

Bei den tiefen Gumpen ist diese Technik nicht so erfolgreich. Also bauten wir auf Anraten von Alex unser System um. Jetzt fischten wir ein gezogenes Vorfach mit einer Spitze von ca. 150 cm Länge. Zwischen Vorfach und Spitze wurde eine ca. 25 cm lange, orangefarbige Nylonschnur gebunden. Dieses Stück diente uns als Bissanzeiger. Auch hier hatten wir sehr schnell Erfolg. Die Rute wurde auch hier relativ hoch gehalten um direkten Kontakt zur Nymphe zu bekommen. Durch die farbige Veränderung der Schnur konnten wir jeden Kontakt am Boden und jeden Anbiss erkennen.

Die Rurstrecke weist auch ein sehr schöner Äschenbestand auf.
Die Rurstrecke weist auch ein sehr schöner Äschenbestand auf.

So fischten wir, geführt von Alex, die Rur systematisch ab. Erstaunlich für uns war, mit welcher Sicherheit Alex sich im Wasser bewegte. Es schien als ob er jeden Stein persönlich kannte. Ebenso sicher waren seine Ansagen bezüglich dort stehenden Forellen oder Äschen – Anbiss auf Ansage. Das Wetter spielte mit, der Wasserstand war optimal und Fische waren reichlich vorhanden. Somit fischten wir bis uns das verschwindende Tageslicht daran hinderte. Am Ende des Tages hatten wir Bachforellen und Äschen von 30 – 45 cm am Haken. Bedingt durch die etwas andere Fischerei schmerzte uns anschließend ein wenig die Schulter. Dies tat dem gelungenen Tag jedoch keinen Abbruch.

Rur – wir sehen uns wieder!!! Und Alex hoffentlich auch.

Eine schöne Rotgetupfte für Magnus.
Eine schöne Rotgetupfte für Magnus.

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