Saisoneröffnung 2012 an der Kyll bei Gerolstein

Ein Beitrag von Robert Wolhorn

Nun haben wir ja schon seit einiger Zeit bei uns in Bedburg-Hau einen Fliegenfischerstammtisch. Im Winter haben wir oft gebunden und das was sich in der Dose befindet, sollte jetzt endlich auch mal getestet werden. Wir sind mittlerweile eine Gruppe von ca. 10 Fliegenfischern.
Peter, Günter und ich wollten gemeinsam am 21.4.2012 die Saison eröffnen mit einem Trip an die Kyll. Die Kyll liegt in der Eifel und ist von uns aus in gut 2 bis 2,5 Stunden zu erreichen. Nicht unbedingt neben der Tür, aber für einen Tag gut machbar.

Die Anzahl an Strecken für die Tageskarten ausgegeben werden, ist relativ überschaubar. Vor ca. 3 Wochen versuchte ich die Strecke in Lissingen für uns zu reservieren. Leider war diese schon besetzt und wir mussten auf die Gerolsteinerstrecke ausweichen. Da wir alle drei relative Anfänger im Bereich der Fliegenfischerei sind, machte ich mich bei Jan kundig. Er kannte die Strecke aus eigener Erfahrung und gab uns einige Tipps.

Peter stärkt sich...
Peter stärkt sich...

Gegen 7:15 Uhr fuhren wir los und erreichten Gerolstein gegen 9:30 Uhr. Beim Eisenwarengeschäft Eul holten wir unsere reservierten Tagesscheine und machten uns nach einer kurzen Überlegung ans Ende der Strecke. Die Strecke in Gerolstein erstreckt sich in etwa von Ortsein- bis Ortsausgang, wobei man sagen muss, dass man oft gar nicht merkt im Stadtgebiet zu sein, weil doch relativ gut geschützt. Es ist eine sehr abwechslungsreiche Strecke, die aber auch teilweise nicht einfach zu begehen ist, bzw. für Anfänger schon eine Herausforderung darstellt. Flache Rieselstrecken findet man ebenso vor wie abwechslungsreiche, schnell strömende Abschnitte mit tiefen Gumpen. Auch lange, ruhig dahin fließende Abschnitte, die man nicht außer acht lassen sollte, sind an der Gerolsteiner Strecke vorhanden.
Wir parkten beim HIT-Markt, zogen unsere Wathosen an, bauten unsere Ruten zusammen und machten uns auf den Weg. Bedingt durch die zuvor leichten Regenschauern war das Wasser leicht getrübt, welches unserer Stimmung und der Motivation nicht schadete. Es wurden verschiedene Nymphen angeknotet, jedoch konnte keine Bachforelle überlistet werden. Lediglich Günter hatte an einer Rieselstrecke einige Anbisse, konnte jedoch keinen Fisch haken.

Der Frühling zieht auch in die Eifel ein.
Der Frühling zieht auch in die Eifel ein.

So entschlossen wir uns eine kleine Mittagspause zu machen – Gott sei Dank. Denn in diesem Augenblick öffnete sich die Himmlische Pforte mit Regen und Hagel. Wir entschieden uns den Angelplatz zu wechseln und fuhren zum Streckenanfang. Wir parkten auf einem Seitenplatz einer Tankstelle und machten uns auf den Weg ans Wasser. Auch hier konnten wir anfangs keinen Fisch haken.  Also machte ich mich auf den Weg, um das Gewässer zu erkunden. Ich lief flussabwärts durch sehr unwegsames Gelände. An einer Stelle, die mir sehr erfolgreich erschien versuchte ich es mit einer Cased Caddis, nachdem ich einige Steine umgedreht und einige bräunlich/gelbliche Larven, wie auch verlassene Köcher in den gleichen Farben entdeckt hatte. Nach einigen Würfen, bei denen ich die Fliege immer wieder auch in der Strömung hielt und langsam einholte,  konnte ich dann die heiß ersehnte erste Bachforelle haken.  Ein schöner Fisch von ca. 30 cm Länge, ein gutes Maß für die Kyll, in der auch zweifellos  größere Exemplare heimisch sind. Weitere Versuche blieben erfolglos. Also ging ich die Strecke wieder flussaufwärts. Dort beobachtete ich wie vereinzelt Bachforellen stiegen. Von einem Massen-schlupf konnte jetzt nicht wirklich die Rede sein, aber es waren vereinzelt braune Fliegen in der Luft und an der Oberfläche gab es doch verstärkte Aktivität und ich knüpfte eine 14er März-braune Trockenfliege an. Bereits nach zwei Würfen hatte ich meine zweite Bachforelle gehakt.

Eine herrliche Kyllforelle.
Eine herrliche Kyllforelle.

Ebenfalls eine von ca. 30 cm. Während ich den Fisch zurücksetzte stiegen wieder einige Fische direkt vor meiner Nase. Erneut präsentierte ich meine Trockenfliege und es dauerte nur wenige Sekunden und die nächste Forelle hatte sich das angebotene Häppchen geschnappt. Dies wiederholte sich noch ein weiteres Mal, bevor sich die Himmelschleusen sich wieder öffneten und erneute Hagelschauer herunter kamen.  Wir beendeten den dennoch schönen Angeltag an der Kyll und wir traten den Heimweg an. Insgesamt fingen wir an diesem Tag fünf Bachforellen, die fotografiert und anschießend wieder in ihr Element zurückgesetzt wurden.
Das Angeln hat wieder Lust auf mehr gemacht, so dass es bestimmt nicht der letzte Ausflug in de Eifel gewesen sein wird.

Übrigens: wer Lust hat, kann sich gerne unserem Stammtisch anschließen.
Wir treffen uns im Prinzip an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im Pfarrheim im Bedburg-Hauer Ortsteil Hasselt (Kirchweg 1). Wer mehr Informationen möchte kann sich gerne bei mir melden unter m.u.r.wolhorn@freenet.de

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