Von Winterkälte und spannende Lektüre

Über Chasing Silver zum Buch...
Über Chasing Silver zum Buch…

Ich weiß nicht wie es Euch vergeht, aber bei dem kalten Wetter könnte ich zwar mit der Fliegenrute losziehen um zu versuchen einen Hecht zu fangen, muss es aber nicht. Da zieht es mich doch mehr zum Bindestock, oder lese Bücher und Zeitschriften über meine Lieblingsbeschäftigung.

So las ich die Tage in der vorletzten Ausgabe von Chasing Silver einen Artikel von Leon Links über die Pardón de Meana. Kam mir irgendwie bekannt vor, und tatsächlich sah ich dann bei meinem Dad das Buch liegen worüber Leon schreibt, mit dem Titel The Pardón de Meana and the Feather of Gallo de Leon, geschrieben von Luis Meana Baeza. Da waren die Abende doch schon wieder gerettet.

Okay, im Internet findet man heutzutage zum Thema Fliegenbinden eine unerschöpfliche Auswahl an Informationen, aber es gibt doch nach wie vor für mich nicht schöneres als ein physisches Buch in der Hand zu halten, erst recht wenn es schön gestaltet und gut geschrieben ist.

Nun, so ein Buch ist The Pardón de Meana. Es beschreibt das spanische Fliegenfischen und Fliegenbinden. Eine Kultur, die wir nicht so gut kennen. Erstens weil die meiste Literatur für Fliegenfischer in englischer Sprache ist, und zweitens weil das moderne Fliegenfischen in Spanien noch sehr „jung“ ist. Tatsächlich hat sich das Fliegenfischen in Spanien erst nach dem zweiten Weltkrieg richtig entwickelt, und zwar auf einer eigenen Art und Weise. Das Ergebnis ist eine Nachahmung von Eintags-, Köcher- und Steinfliegen und andere Insekten, die einigermaßen abweicht von dem was wir aus den übrigen Ländern in Europa und Amerika kennen.

Eine Gallo Indio. (Quelle: www.criadoresdelgallodeleon.com)
Eine Gallo Indio. (Quelle: http://www.criadoresdelgallodeleon.com)

Dies liegt hauptsächlich an der Verwendung spezieller Federn, die bekannt sind für ihre hervorragende Qualität. Es handelt sich um die Hahnenhecheln aus der Umgebung von Leon. Und stammen von der Gallo de Leon, eine Gattung, die durch örtliche Gegebenheiten und das Wissen ums Züchten, eine Qualität an Hechelfedern  liefert, die wo sonst in der Welt seines Gleichen sucht.

Teilweise mehr als 40 Detailbildern bei den Bindeanleitungen. (Quelle: www.pardondemeana.com)
Teilweise mehr als 40 Detailbildern bei den Bindeanleitungen. (Quelle: http://www.pardondemeana.com)

Auf 175 Seiten, komplett vierfarbig, gedruckt auf sehr tollem Papier und mit hartem Cover, werden alles Aspekte die eine Rolle dabei spielen Coq de Leon Federn zu bekommen, ausführlich behandelt. Diese Federn sind vielen Fliegenfischern bekannt als Schwanzfedern, aber kommen als Hechel kaum zum Einsatz. Nun, das wird in Spanien wohl gemacht, und wie… im Buch wird die Bindetechnik ausführlich beschrieben. Fast Zweidrittel des Buches wird von Schritt-für-Schritt-Bindeanleitungen einer großen Anzahl von ‚spanischen Fliegen‘, mit Coq de Leonfedern als Hauptthema, eingenommen. Bindeanleitungen mit teilweise mehr als 40 Detailaufnahmen, die es einem – der sich dafür interessiert – erlauben, sich die spanische Bindetechnik eigen zu machen.

Hier muss erwähnt werden, dass Luis Meana Baeza in diesem Buch eine Klassifikation der verfügbaren Coq de Leonfedern, bzw. Gattungen der Gallo de Leon, aufführt, damit ein für allemal Klarheit entsteht bezüglich der verfügbaren Formen und Farben dieser speziellen Federn.

Eine 'spanische Fliege' (Quelle: www.pardondemeana.com)
Eine ’spanische Fliege‘ (Quelle: http://www.pardondemeana.com)

Das Buch wurde ursprünglich nur in der spanischen Sprache herausgegeben, aber ist nun in einer limitierten Auflage auch in englischer Sprache erhältlich.

Wer sein Horizont erweitern und vertiefen möchte in die Gallo de Leon, Coq de Leon Federn und alles was Luis Meana Baeza zu erzählen hat zu der Historie, die Bindeweise und wie die spanischen Fliegen zu fischen, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Mehr Informationen gibt es auch auf  www.cotossalmoneros.com

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