Und wie läuft es denn so…?

… und das in Bezug auf die aktuelle Saison am Wasser. Naja, läuft wieder, würde ich sagen. Nachdem eine geplante OP am Bein im April ungeplante Komplikationen mit sich brachte, war für mich an Fliegenfischen erst mal nicht zu denken.

Eingeschränkt in der Bewegung, gezwungenermaßen Zuhause, ein Schreibtisch voller Arbeit. Bevor ich dann Schreibtisch und Kopf frei hatte und ich ohne Schmerzen wieder vernünftig laufen konnte, hatten wir schon den 15. Mai und waren 5 Wochen ins Land gegangen.

Dafür hatte ich dann wohl ein wenig Zeit mein Gerät vernünftig vorzubereiten und hatte die Fliegenboxen endlich mal ein wenig aufgefüllt. Dabei habe ich einige neue Nymphenmuster gebunden und ausprobiert, inspiriert von einem Beitrag auf Kanalgratis.se (hier ansehen). Dabei kommen verstärkt Materialien mit UV zum Einsatz, entweder als Rippung, als Schwänzchen oder als Tag. Die Ergebnisse sind soweit gut und ich meine im Vergleich sogar mehr Fische damit zu fangen als mit Nymphen ohne Verwendung von UV. Witzigerweise habe ich die Nymphen an unterschiedlichen Gewässern probiert und wurde immer wieder belohnt. Nicht nur am Bach auf Forellen, aber zum Beispiel auch an der niederländischen Maas, wo ich gemeinsam mit meinem Sohn unterwegs war, und wo wir schöne Rotaugen und Barsche verhaften konnten.

Nymphen mit UV. Auch gut für Rotaugen!

Ein Erlebnis der besonderen Art aus den letzten Monaten, würde ich gerne mal hervorheben. An Christi Himmelfahrt – Vatertag – fahre ich seit einigen Jahren mit Markus zum „Vatertagsfischen“ in die Eifel. Als wir damit angefangen haben, war Markus zwar noch kein Vater, aber das tut weiter nicht zur Sache 😉 . Das Wetter sollte uns einigermaßen gnädig sein, der Pegelstand passte und wir freuten uns auf einen entspannten Tag. Am morgen waren wir mit der Nymphe unterwegs. Einige schöne Döbel und Forellen gingen dabei ans Band. Leider verlor ich eine Prachtäsche, aber das gehört dazu, gerade wenn man auf Widerhaken verzichtet.

Ein schicker Döbel für Markus.

Als wir gegen 12.30 Uhr an einem tiefen Pool kamen, spürte ich nach wenigen Würfen auf einmal heftigen Widerstand an meiner 3er Arctic Silver. Eine große Regenbogenforelle hatte meine Nymphe am 15er Vorfach genommen. Da sie nicht vor hatte sich so einfach zu ergeben, musste ich einige heftige Runs abwehren, aber behielt am Ende die Oberhand und freute mich über eine prächtige 49er, die oben auf dem Kopf einen sehr markanten Fleck hatte (dazu gleich mehr). Der Tag konnte eigentlich schon nicht mehr besser werden.

Toller Kampf an der 3er Arctic Silver.

Am Mittag wechselten wir auf den unteren Streckenabschnitt und versuchten unser Glück mit der Trockenfliege. Dabei fingen wir zwar einige schöne Fische, aber gemessen an der Zahl der Fische die stiegen, war es eher enttäuschend (was haben die bloß genommen???). Ist ja eigentlich auch egal, die Fische dürfen auch mal schlauer sein als wir! Irgendwann trafen Markus und ich uns wieder und wir beschlossen zum Abschluss des Tages noch mal einige Pools im oberen Bereich zu fischen, wo wir morgens erfolgreich waren. Dabei landeten wir an dem besagten Pool, wo ich knappe 6 Stunden vorher die schöne Regenbogenforelle verhaftet hatte. Markus präsentierte seine Trockenfliege am Übergang des Auslaufs hin zum tiefen Wasser und wurde prompt mit einem Anbiss einer kleinen Laube (…) belohnt. Während er die Schnur einzog, schoss auf einmal ein großer Fisch hinterher. Dieser verfehlte jedoch die Laube und verschwand wieder in die Tiefe. Markus zögerte nicht lange und wechselte von Trockenfliege auf Streamer und zog diesen einige Male durch den Pool. BÄÄÄÄM… auf einmal knallte es! „Jan, der ist sogar noch größer als deine von heute Morgen,“ schallte es zu mir herüber.
Kampfstark, wollte der Fisch sich nicht einfach geschlagen geben und ich hatte Zeit zu Markus rüber zu gehen. „Ooooh, das ist ja der gleiche Fisch,“ kam es dann auf einmal (lag in der Stimme etwa ein Hauch von Enttäuschung?).

6 Stunden später…

Tatsächlich konnten wir die Regenbogenforelle an dem Kopffleck einwandfrei identifizieren. Na, die hatte aber Hunger heute! Als Markus dann den Fisch kescherte, kam der Höhepunkt: in dem Moment spuckte die Forelle etwas aus. Ihr könnt es schon raten: es war die Laube, die kurz vorher noch an der Trockenen gezappelt hatte…! Wir konnten uns vor Staunen und Lachen kaum halten und freuten uns über einen gelungenen Abschluss unseres Vatertagsfischens.

Wie war das am Anfang noch mal? Und wie läuft es denn so…? Wenn man solche Momente erlebt und als schöne Erinnerung speichern kann, dann doch eigentlich ganz gut, oder? 😉

Kein Riese, aber wunderschön gepunktet.

  1. Klasse Bericht! Schöne Fotos von tollen Fischen! Petri

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